Südafrika & Kapstadt

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Reisebericht Kapstadt mit Gebeco Reisen, 21.9.-01.10.17
Jeannette Seebode, Reisebüro Wörlitz Tourist Grünau, Taut Passagen


Anreisetag

Anreise mit der Bahn nach München und dort Treffen mit den anderen Teilnehmern. Ab München sind insgesamt 70 Personen geflogen und ab Frankfurt nochmal 30 Personen. Nachtflug mit South African nach Johannesburg.

 

Tag 1: Johannesburg – Waterfront – Camps Bay

Ankunft in Johannesburg und dort wurden die Einreise-und Zollformalitäten erledigt. Der Flughafen ist sehr groß und etwas unübersichtlich. Bei einem innerafrikanischen Weiterflug muss das Gepäck wieder neu eingecheckt werden. Wir hatten 2 1/2 Stunden Zeit und die Zeit hat gerade so gereicht. Weiterflug nach Kapstadt und einchecken im Hotel Sunscap Citi Bowl. Das Hotel wurde erst im September eröffnet und ist sehr modern und gut gelegen. Mit dem Taxi sind es 5 Minuten bis zur Waterfront. Die Zimmer sind etwas klein, aber für einen Städtetrip völlig in Ordnung. Im Zimmer sind 2 Betten und das Bad ist schön groß. Am frühen Abend sind wir nach Camps Bay zum Strand gefahren.

Dort gibt es viele kleine Restaurants und die Südafrikaner fahren dort gern am Freitagabend hin und sehen sich dort den Sonnenuntergang an und essen und trinken etwas. Dort waren wir im La Parada del Mar und genossen das gute Essen, den südafrikanischen Wein, die Musik und die tolle Atmosphäre.

 

Tag 2: Woodstock – Neighbourgoods Market – Zeitz Museum of Contemporary Art Africa

Nach einem guten Frühstück trafen wir uns im Konferenzbereich zur Begrüßung und Einstimmung auf unsere Tour. Dort konnten wir zwei Jugendliche sehen, die uns mit einer akrobatischen Vorstellung begeisterten. Die beiden Jugendlichen haben ihr Können im Zirkus Zip Zap erlernt, der sich um Kinder und Jugendliche von der Straße kümmert und Ihnen eine Perspektive bietet. Danach fuhren wir nach Woodstock zu einer Woodstock Art Tour, wo uns afrikanische Kunst und Design gezeigt wurde. Zack, unser Guide, wurde im Viertel geboren und lebt immer noch da. Er zeigte uns viel Straßenkunst und gab uns einen kleinen Einblick über die verschiedenen Kunstformen und vor allem Graffities an den Häusern. Die Graffities sind sehr kunstvoll und jeder kann, wenn er fragt, die Häuser und Mauern bemalen.

Nach der Tour wurden wir noch zu Zack nach Hause eingeladen, wo die Familie für uns einen kleinen Imbiss vorbereitet hatte und uns auch ihr Haus gezeigt hat. Anschließend gingen wir zum Neighbourgoods Market in der Old Biscuit Mill im Herzen des Stadtteils Woodstock. Dort präsentieren jeden Samstag über 100 Händler von 9-14 Uhr ein kulinarisches Fest mit frisch zubereiteten Speisen, Säften, Salaten, Backwaren und vieles mehr. Es gibt auch viele kleine Stände und Geschäfte, wo man alles Mögliche von Kunst über Kleidung und Geschirr kaufen kann. Es gibt auch immer Live -Musik dort.

An einem der vielen Stände haben wir uns etwas zu essen gekauft und der Musik gelauscht. Zum neu eröffneten Zeitz Museum of Contemporary Art Africa oder Kutz Mocaa ging es im Anschluss. Das Museum ist in einem alten umgebauten Getreidesilo und soll das weltweit größte Museum zeitgenössischer afrikanischer Gegenwartskunst werden. Es war sehr interessant und eindrucksvoll. Das Museum liegt auf dem Gelände der V & A Waterfront und so nutzten wir die restliche Zeit an der Waterfront zu bummeln und das schöne Wetter zu genießen. Auf alle Fälle lohnt sich der Besuch der Watershed, wo es viele kleine Läden mit Kunsthandwerk, Textilien und Souvenirs gibt. Besonders gut waren die selbst gemachten Smoothies.

Am Abend waren wir zum Dinner Surprise auf der Bree Street. Unsere Gruppe war in der Villa 47, einem internationalen Restaurant. Das Essen war sehr gut und anschließend waren wir alle noch in einem Club tanzen. Die Cocktails sind deutlich günstiger als bei uns.

 

Tag 3: Bo-Kaap – Middlevlei

Vormittags waren wir im Stadtteil Bo-Kaap unterwegs. Dort lebt Kapstadts muslimische Gemeinde und ist mit seinen kleinen bunten Häusern eine der Hauptsehenswürdigkeiten Kapstadts. Dort durften wir die Synagoge besichtigen, einen Spaziergang durch das Viertel machen und danach ging es zu einem Kochkurs. Mama Fadela. Sie kochte mit uns ein Chicken Curry, das wir dann auch zusammen gegessen haben. Danach fuhren wir in die Nähe von Stellenbosch nach Middlevlei. Dort haben wir eine kleine Fahrradexkursion gemacht und auf dem Weingut gab es ein Weinblending und Infos zu Gebeco Reisen in 2018 sowie eine Produktschulung. Abends gab es das für Südafrika typische Braii, auch bekannt als Barbecue, auf dem Weingut. Wie immer war das Essen sehr gut.

 

Tag 4: Rovos Rail – Township Linga – Kap der guten Hoffnung

Relativ früh am Morgen fuhren wir zum Bahnhof von Kapstadt, wo wir die Gelegenheit hatten, den Rovos Rail zu besichtigen. Alle Gäste werden mit einem kleinen Drink und Sandwiches begrüßt in einer extra Lounge am Bahnhof, bevor sie in den Zug steigen. Es ist alles sehr britisch. Zum Abendessen wird formelle Kleidung erwartet. Die Herren mit Anzug und Krawatte (wer keine dabei hat, muss sich an Bord des Zuges eine kaufen) und die Frauen im Abendkleid. Die Gäste sind meistens schon etwas älter. Die Reise mit dem Zug ist nicht für Rollstuhlfahrer und Gäste mit Rollatoren geeignet, da es sehr alte Eisenbahnwaggons mit engen Gängen sind. Danach ging es zum Township Linga. Unser örtlicher Guide zeigte uns, wie das Leben dort aussieht. Wir sahen dort die Wellblechhütten ohne Strom und Wasser, sowie die Häuser, wo es 4 Schlafzimmer und eine Küche und ein Bad mit fließend kalt Wasser gibt.

Die Luxusvariante sind Häuser, in denen die Familien eigene Wohnungen haben und sich nichts mit anderen Familien teilen müssen. Darauf warten viele Familien sehr lange und man bekommt diese Wohnungen auch nur, wenn das Einkommen unter 3500 Rand im Monat liegt (ca. 250 €). In den Townships gibt es Kindergärten und Schulen sowie auch die örtliche Verwaltung. So brauchen die Bewohner das Viertel nicht zu verlassen(außer zur Arbeit). Im Anschluss konnten wir uns entscheiden, ob wir zum Kap der guten Hoffnung möchten oder zu den Pinguinen nach Boulders Beach. Ich entschied mich für die Pinguine. Dort lebt geschützt eine Kolonie von Brillenpinguinen. Am Abend ging es zum Abschiedsdinner ins Aquarium von Kapstadt. Dort wartete ein sehr gutes Essen auf uns und The Voice of Südafrika sang für uns. Eine tolle Stimme!

 

Tag 5: Tafelberg – Du Toits Kloof Bergen

Am Vormittag fuhren wir rauf auf den Tafelberg. In Kapstadt schien noch die Sonne, aber als wir mit der Gondel oben waren, zog es sich leider zu und es fing an zu regnen. Schade! Wir haben dort den nächsten Verwandten vom Elefanten gesehen, den Klippschliefer. Er ist deutlich kleiner und ähnelt eher einer Bisamratte. Danach verließen wir Kapstadt und fuhren durch die Winelands zu den mächtigen Du Toits Kloof Bergen, die von Reben flankiert sind. Ziel des Tages war Montagu, einem kleinen hübschen Ort, mit vielen denkmalgeschützten Häusern. Montague ist bekannt für seine süßen Muskadel-Wein und Zentrum des Anbaus von Aprikosen und Pfirsicehn. Gewohnt haben wir in der Mimosa Lodge. Die Gartenzimmer sind deutlich schöner, als die Zimmer im alten Haus. Das Essen war sehr gut und die Bedienung ausgesprochen freundlich. Es gibt noch Zimmer auf der anderen Straßenseite, aber diese sind auch nicht so schön, wie die Gartenzimmer.

 

Tag 6: Swellendam – Albertinia – Mossel Bay

Weiterfahrt nach Swellendam, einem sehr hübschen Ort, der seit 1743 besteht und viele der alten kapholländischen Häuser sind erhalten und einige wurden aufwändig restauriert. Auf der Weiterfahrt nach Albertinia sind wir an vielen Rapsfeldern vorbei gekommen. Dort hat sich die Aloe Ferox Industrie angesiedelt. Die Produkte können dort direkt in einer der herstellenden Fabriken erworben werden. Von dort ging es weiter nach Mossel Bay ins Point Hotel.
Das Hotel hat eine schöne Lage, direkt an der Küste, aber das Hotel selbst ist nicht zu empfehlen. Es riecht nach Diesel im Hotel und unser Zimmer war eiskalt und ließ sich nicht heizen. Das nächste Zimmer ließ sich heizen, aber der Service beim Abendessen war nicht gut. Das Personal war unaufmerksam und hat sich lieber untereinander unterhalten. Auch das Restaurant war sehr kalt.

 

Tag 7: Oudtshoorn –  Cango Tropfsteinhöhle – Knysna

Nach dem Frühstück fuhren wir nach Oudtshoorn. Im Swartberg Massiv liegt die Cango Tropfsteinhöhle. Mehr als 80 Hallen und deren Verbindungsgänge führen 5 km in die Berge hinein. 1,2 km sind für Besucher geöffnet. Ich habe schon viele Tropfsteinhöhlen besucht, diese ist wirklich einen Besuch wert. Unser Guide hat für uns dort unten in einer der Höhlen gesungen. Die Akustik ist sehr gut und früher wurden dort auch Konzerte gegeben, aber überall gibt es Menschen, die nicht ihre Finger bei sich behalten können und dort Stalagmiten abgebrochen haben und gekennzeichnete Wege verlassen haben. Zum Schutz der Höhlen wurden dann die Konzerte eingestellt.

Oudtshoorn wird auch als Hauptstadt des Vogels Strauß bezeichnet, dort sind noch viele sogenannte Straußenpaläste zu sehen, die von dem Reichtum der Straßenbarone zeugten. Heute sind nicht mehr die Federn so interessant, sondern die Haut, das Fleisch und die Eier. Auf einer Führung auf einer lokalen Straußenfarm erfuhren wir viel Wissenswertes über die Vögel. Natürlich kann auf der Farm viele Produkte rund um den Strauß erworben werden. Von dort fuhren wir weiter nach Knysna, einer Stadt, die an einer geschützten Lagune liegt.

Dort haben wir gleich auf einem Schaufelraddampfer eine Bootsfahrt auf der Lagune mit Abendessen gemacht. Der Sonnenuntergang war vom Boot aus sehr schön anzusehen. Übernachtet haben wir im Premier Knysna, einem sehr schönem Hotel.

 

Tag 8: Tsitsikamma Nationalpark – Big Tree – Plettenberg Bay

Heute machten wir uns auf den Weg in den Tsitsikamma Nationalpark. Hier erwartet den Besucher noch weitgehend unberührte, intakte Natur. Hier gibt es unterschiedlich lange Wanderrouten, auf denen die einzigartige Tier- und Pflanzenwelt erkundet werden kann. Dazu gehören auch 800 Jahre alte Gelbholzbäume. Wir haben uns den Big Tree angeschaut und sind durch den Regenwald bis zur Hängebrücke über die Mündung des Storm River gewandert.

Plettenberg Bay wird auch das Paradies der Millionäre genannt. Drei schöne Strände, die Lagune, ein Flusstal und die das ganze Jahr übergemäßigten und warmen Wetterbedingungen machen den Ort zu einem sehr beliebten Ferienziel.
Abends haben wir an der Waterfront von Knysna im Jj`s gegessen. Ein sehr gutes Restaurant und die Belegschaft singen und tanzen jeden Abend für die Gäste. Tolle Stimmung!

 

Tag 9: Abreise

Auf dem Weg zum Flughafen nach Port Elizabeth (ca. 280 km) halten wir an der Bloukrans Brücke. Die Brücke hat eine Spannweite von 272m und von ihr aus kann man auch Bunge springen. Es geht über 200m in die Tiefe. Aus Zeitgründen haben wir nur zugeschaut, aber keiner konnte springen.

Von Port Elizabeth ging es über Johannesburg wieder nach München.

Bitte sagt euren Kunden, dass es passieren kann, dass in Johannesburg das Gepäck beim Umladen geöffnet und durchwühlt wird. Es ist empfehlenswert keine spitzen Gegenstände in den Koffer zu packen.

TSA Schlösser werden auch geöffnet! In Südafrika gibt es die Möglichkeit die Koffer in Folie einschweißen zu lassen. Das ist nicht teuer und man ist sicher, dass keiner am Koffer war.